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Juni 2022

Haarausfall in den Wechseljahren

JEDE ZWEITE GESUNDE FRAU
LEIDET IN DEN WECHSELJAHREN UNTER HAARAUSFALL

In den Wechseljahren
lichtet sich bei vielen Frauen das Haupthaar. Eine aktuelle Studie aus Thailand
untersuchte die Häufigkeit und Umstände des weiblichen Haarausfalls sowie die
Folgen für das Selbstwertgefühl der betroffenen Frauen.

Forschende der weltweit renommierten Chulalongkorn University in Thailand untersuchten die Häufigkeit
von Haarausfall nach weiblichem Muster in den späten Wechseljahren.

Haarausfall nach weiblichem Muster

Weiblicher Haarausfall
ist die verbreitetste Form von Kopfhaarverlust bei Frauen in den Wechseljahren.
Bei dieser Form des Haarausfalls weicht zuerst das Haar an der Scheitellinie
zurück, gefolgt von einem langsam fortschreitenden, diffusen Haarausfall ausgehend
vom Oberkopf. Typischerweise werden dabei auch die einzelnen Haare dünner.

Hierbei erfassten sie neben der Dichte auch den Durchmesser der Haare und den Talgspiegel der
Kopfhaut. Als weitere Faktoren analysierten die Gynäkologen die Hormonspiegel
für Testosteron, Östradiol und das Schilddrüsen-stimulierende Hormon (TSH).
Zudem wurden die Teilnehmerinnen nach Haarausfall in der Familie und ihrem
Selbstwertgefühl befragt. Weitere untersuchte Zusammenhänge waren das Alter,
die verstrichene Zeit nach der Menopause und der Body-Mass-Index (BMI)
der Teilnehmerinnen. Frauen, die sich einer Behandlung gegen Haarausfall
unterzogen hatten, wurden ausgeschlossen.

Übergewicht als möglicher Risikofaktor für
weiblichen Haarausfall

Bei rund der Hälfte (52,2 %) der Frauen fanden die Forschenden Anzeichen für Haarausfall. Rund 60 %
der Betroffenen hatten ein verringertes Selbstwertgefühl, das umso mehr litt,
je gravierender der Haarverlust war.

Der Haarausfall nahm mit dem Alter der Frauen zu, zudem identifizierten die Forscher Übergewicht
–einen BMI über 25 – als statistisch signifikanten Faktor bei
weiblichem Haarausfall in der Postmenopause. Unklar bleibt weiterhin, welche
Rolle Haarausfall in der Familiengeschichte, die Sexualhormone und das
Polyzystische Ovarialsyndrom bei weiblichem Haarausfall einnehmen. Hier sehen
die Forschenden Bedarf für weitere Studien.

Quelle:
Chaikittisilpa, S., et al. (2022) Prevalence of female pattern hair loss in
postmenopausal women: a cross-sectional study. Menopause. doi.org/10.1097/GME.0000000000001927.





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